NymphensittichBlog

31 Mai 2006


Auf dem Weg vom
Einzelvogel zum Schwarmmitglied

Auch Kerstin hat sich auf meinen Aufruf "Wer hat verhaltensgestörte Nymphensittiche?" gemeldet. Sie hat gleich 3 Tiere aufgenommen, die von ihren bisherigen Besitzern unerwünscht waren. Hier geht es um Nic, der aus Einzelhaltung kam und sich nur sehr schwer an das Leben mit anderen Nmphensittichen gewöhnen konnte. Am Ende des Beitrags können zwei kurze Videos heruntergeladen werden.



Nic wurde von seinem Vorbesitzer abgegeben, weil er zu laut geworden war, er war zum Dauerschreier geworden. Als ich ihn abholen kam, bot sich ein typisches Bild der leider allzuüblichen Einzelhaltung. Ein lieblos eingerichteter Käfig mit zwei Holzsitzstangen und einem großen Spiegel. Der Käfig stand auf dem Boden direkt neben dem Fernseher. Die Familie hatte eine kleine Tochter, welche damals im Krabbelalter war, was erklärte, warum der Käfig auf dem Boden stand, so konnte sich das Kind gut am Käfig hochziehen und war mit seinem Spielkameraden auf Augenhöhe. Was mir gleich auffiel, Nic war extrem zutraulich, er hatte mich bis dahin noch nie gesehen, kam aber sofort zu mir ans Käfiggitter und hielt mir den Kopf zum Kraulen hin. Der Vorbesitzer erzählte mir, er sei schon der dritte Besitzer, damals war Nic vier Jahre alt!

Nic balzt eine Socke an

Als er bei uns einzog merkte man gleich, dass er mit Artgenossen nichts anfangen konnte (damals lebten bei uns noch eine Nymphenhenne und zwei Stanleysittiche). Er hatte richtige Angst vor den anderen Vögeln, wenn einer umherflog, ging Nic in Deckung und versuchte sich zu verstecken!
Sein Verhalten den anderen Vögeln gegenüber reichte von völliger Ignoranz bis zu ängstlichem Flüchten, besonders vor der Nymphenhenne, die immer wieder Anschluss suchte. Und schnell zeigte sich auch, Nic schrie bei uns ebenfalls, sobald er keinen Menschen um sich herum hatte. Er war total auf den Menschen geprägt, wollte sogar abends mit uns ins Bett. Das Schreien hörte auf, wenn es dunkel wurde und begann, sobald es wieder hell wurde. Extrem zugeneigt ist er allem, was mit Kleidung zu tun hat, vornehmlich Socken, aber auch Schuhe und generell Füße sind für ihn besonders wichtig. Sobald man das Zimmer betrat, flog Nic sofort auf den Boden um den Füssen hinterher zu laufen.

Nic liebt Füße


Nic war jetzt ca. zwei Monate bei uns, dann kam der Umzug. Wir zogen in eine größere Wohnung und hatten von da an ein eigenes Zimmer für die Vögel. Dieses Zimmer ist mit Ästen und frischen Zweigen ausgestattet, einem Kletterbaum, einem vergitterten Fenster für Sonne und Frischluft usw.


Was für die meisten Vögel in Gefangenschaft wahrscheinlich ein kleines Paradies ist, kam für Nic eher einer Hölle gleich, sein Schreien verstärkte sich noch. Betrat man den Raum, flog er sofort auf die Schulter oder gleich an einem vorbei in die Wohnung (Hauptsache weg von den Vögeln und dahin, wo der Mensch lebt). Wollte man ihn auf die Hand nehmen, biss er aus Angst, man wolle ihn nicht mit aus dem Zimmer nehmen. Er ist stundenlang hinter der Zimmertür hin und her gerannt und hat geschrieen.
Er hat die Tür bewacht und es war kaum noch möglich, das Zimmer zu betreten, ohne dass der Vogel sich durch den kleinsten Spalt drückte um dort raus zukommen. War er mit in der Wohnung, konnte man ihn nur unter heftigen Beißattacken zurück ins Zimmer bringen.


Da der Schwarm natürlich wachsen sollte (die Stanleys waren ab da nicht mehr bei uns) und es so auf keinen Fall weitergehen durfte, zogen zwei weitere Nymphen ein. Wir haben den Kontakt zu Nic langsam immer weiter eingeschränkt und uns überwiegend auf die Pflegemaßnahmen beschränkt, so dass er sich zwangsläufig mehr mit den anderen Nymphen beschäftigen musste und auch ein wenig aus ihrem Verhalten lernen konnte. Am Anfang ging das natürlich nicht ohne Probleme und es war schwierig, ein für ihn zumutbares Maß herauszufinden. Es wurden dann feste Zeiten eingeführt, in denen man sich im Vogelzimmer aufhielt. Das war morgens vor der Arbeit zum Füttern und abends nach der Arbeit um nach dem Rechten zu sehen. Diese Zeiten habe ich gesteigert, je weniger Nic schrie und wieder zurückgeschraubt, je mehr er schrie.


Ein paar Wochen später wurde Nic tatsächlich immer stiller und hatte sich dem Minischwarm immer mehr zugewandt.


Heute ist Nic mit seiner Henne Cookie fest verbunden, wenn auch leider nicht richtig verpaart. Es hat den Anschein, dass er es immer noch nicht richtig einordnen kann, wer sein natürlicher Geschlechtspartner ist, er balzt nach wie vor Socken und Schuhe an, wenn man ihn lässt. Nic und Cookie sitzen immer zusammen, keiner macht einen Schritt ohne den anderen und auch der Schlafplatz wird geteilt. Seine Vorliebe für Kleidung und Füße hat er leider immer noch, aber er ist heute voll integriert in den Minischwarm, welcher mittlerweile aus sechs Nymphen besteht. Das Schreien hat sich ganz eingestellt und alleine aus dem Schwarm raus in die Wohnung kommt er nur noch selten, trotzdem besteht er auf seine täglichen Krauleinheiten von uns.


Wahrscheinlich wird Nic niemals eine “normale” Nymphenpartnerschaft eingehen, dazu ist die Prägung auf den Menschen zu früh und zu intensiv erfolgt, aber er hat mittlerweile gelernt, sich wie ein Vogel zu verhalten und akzeptiert andere Vögel als seinesgleichen.


Kerstin

21 Mai 2006


Macken meiner Mausi

Tilo hat eine Nymphenhenne, die schon eine sehr extreme Verhaltensstörung zeigt. Sie stranguliert sich selber am Volierengitter. Entwickelt hat sie dieses Verhalten vermutlich in der Zeit, als sie in einem 40cm-Käfig mit zwei anderen Nymphensittichen leben musste. Tilo hat einen Bericht dazu verfasst und uns ein Video zur Verfügung gestellt, welches ihr am Ende des Beitrags herunterladen könnt.

Am 02.08.2004 hab ich in einem kleinen Zoogeschäft zwei sehr junge Nymphensittiche gekauft. Sie saßen zu zweit in einem viel zu kleinem Käfig (der Dritte war den Besitzern einen Tag vorher entflogen, es waren alle drei Geschwister).
Nun bei mir angekommen waren sie recht aufgeweckt und richtig entdeckungsfreudig, so dass nicht viel Zeit verging und sie machten schon die Näpfe unsicher. Ich hatte beide in einem 70x60x40cm (H/B/T) Käfig untergebracht, den ich extra ein paar Tage vorher schon eingerichtet hatte.
Am 3. Tage ließ ich sie das erste Mal fliegen. Nun, beide waren natürlich unterentwickelt was die Flügel anbelangt, doch es klappte recht gut und sie fanden auch den Eingang ziemlich schnell.
Ich war überglücklich, dass ich zwei so lebensfreudige Nymphis hatte….
Doch mein Glück war nicht von langer Dauer, denn das Weibchen, Mausi, fing nach ein paar Tagen an sich am Gitter zu strangulieren. Ich geriet natürlich in Panik, da es ziemlich heftig aussah. Ich öffnete den Käfig und Mausi kam ganz schnell angeklettert, als sie draußen war, war sie ganz ruhig.
Das war der erste Tag an dem die Nymphen - bei uns Schnuffis genannt - fast den ganzen Tag draußen bleiben durften. Abends waren sie meistens so müde, dass wir sie leicht auf einem Stock sitzend rein bekamen.
Der Hahn, Schnuffi, wurde als erster zahm. Es dauerte nicht lange und Mausi war es auch, ich glaub das war nach etwa einem Monat.
Ich dachte ich könnte es noch mal probieren, dass die Beiden für eine bestimmte, kurze Zeit im Käfig eingesperrt blieben ,denn ich musste ja auch noch lüften und säubern; doch es war vergeblich…
Es ging sogar so weit, dass meine Maus mit dem Schnabel zwischen den Gitterstäben hängen blieb und kreischte.
Mausi schrie die ganze Zeit über, ich dachte sogar daran sie abzugeben, weil sie den ganzen Tag über nichts anderes machte, doch so leicht wollte ich es mir nicht machen.
Ich beschloss, dass meine Nymphis Dauerfreiflug bekommen sollten, also machte ich mein Zimmer vogelsicher und die Voliere wird nur noch zum Fressen genutzt.
Doch wann immer ich meine Fenster öffne oder aus anderen Gründen die inzwischen gewachsene Voli (1,60x1,70x70cm) schließen muss, wird Mausi rückfällig.
Mausi wird zuerst nervös, fängt an sich hektisch zu putzen und an ihrem Ring und Fuß zu knabbern. Wurde bis dahin nicht die Tür geöffnet, geht sie zum Gitter und steckt ihrem Kopf zwischen die Beine durch und zieht diesen fest zur Seite hoch, wobei sie sich immer wieder in die Füße beißt. Es kommt auch vor, dass sie ihren ganzen Kopf durch eine kleine Öffnung presst und fest hängt und selbst da beißt sie sich in ihre Füße.
Tilo Koch

(etwa 5MB)

15 Mai 2006


Und plötzlich ist da ein Artgenosse...

El Zahid hat vor zwei Wochen einen Vogel aufgenommen, der bisher in Einzelhaltung lebte und bereits gravierende Verhaltensstörungen zeigt. Sie hat für unser Projekt die ersten Erfahrungen aufgeschrieben:

Also, Ali habe ich bei dhd24 gefunden. Ich war nämlich auf der Suche nach einem Hahn für meine Henne (über sie könnte ich eigentlich auch gut berichten, sie ist nämlich ein halber Mensch und hält mich für ihren Partner, was sich aber schon deutlich gebessert hat, seitdem Ali da ist, aber nun ja...). Und da über Ali stand, dass er etwa 1,5 Jahre alt ist und nur in ein Zuhause mit Nymphengesellschaft (möglichst weiblich) kommen soll, habe ich mir gedacht, perfekt, das wäre doch was für Jabo (die Henne). Ich bin noch am gleichen Tag hingefahren (80 km Fahrtweg!!!) und dort habe ich mir dann Alis Geschichte erzählen lassen. Er war von Anfang an allein, was anfangs noch ganz gut ging, da er die volle Aufmerksamkeit der Familie hatte, dann wurde allerdings ein Graupapagei dazugeholt... Das hat natürlich nur solange geklappt, wie der Graupapagei noch nicht geschlechtsreif und sozusagen ein "Baby" war. Dann fing er nämlich an den Kleinen Nymphie auf unsanfte Weise "unterzubuttern". Und natürlich war der Graupapagei dann die Nr. 1 und Ali vereinsamte... Leider hing in seinem Käfig auch ein Spiegel sein "Kumpel", der dann zu seiner Hauptbeschäftigung wurde. Und irgendwann fing er an sich die Federn unter den Flügeln auszureißen...

Als ich Ali das erste Mal dort sah, habe ich mich sofort in ihn verliebt. Sein ehemaliges "Frauchen" war sehr nett und total vom schlechten Gewissen geplagt. Sie erzählte mir, dass Ali früher sehr zahm war und sie ihm das Köpfchen kraulen durfte, aber seitdem der Graupapagei da war, war das vorbei. Und die ausgerissenen Federn haben sie dann letztendlich dazu bewegt für ihn ein neues Zuhause mit Nymphengesellschaft zu suchen.

Ich habe Ali also mitgenommen, allein weil er mir so leid tat mit seinen zerfetzten Flügeln... (Der Graupapagei wird bisher weiter allein gehalten, aber ich hoffe, dass Alis Verhalten und unser Gespräch über Einzelhaltung diese Situation ändern werden.) Zuhause gab es dann Riesentheater. Jabo hat gefaucht und geschrien ohne Ende und Ali hat auch nur geschrien wie am Spieß, so dass ich ihn mitsamt Käfig erstmal in die Küche verfrachtet habe, damit er sich beruhigen kann. Dort saß ich dann die ganze Nacht und habe mit ihm geredet. Und jedesmal wenn ich aufstehen wollte fing er wieder an zu schreien und ich dachte o nein, jetzt habe ich zwei verhaltensgestörte Nymphies, was habe ich mir nur dabei gedacht? Und am nächsten Morgen ist er das erste Mal auf meine Hand geklettert... wahrscheinlich als Dank für die lange Nacht, denn eigentlich war er ja gar nicht mehr zahm.


Das ist die Henne Jabo

Am nächsten Tag habe ich Jabo probeweise zu ihm in den Käfig gesetzt. Und es gab keinen Kampf. Sie saßen beide friedlich auf einer Stange, wussten aber nicht so recht etwas miteinander anzufangen. Tja, am Nachmittag ist Ali dann in die Zimmervoliere eingezogen. Dort leben zwei Wellis, Jabo und er seitdem mehr oder weniger friedlich miteinander.

Leider sind Ali und Jabo bisher nicht gerade verliebt ineinander. Zwar tun sie fast alles zusammen -fressen, spazieren gehen, schlafen, fliegen usw. aber alles mit einem gewissen Körperabstand und ohne Austausch von Zärtlichkeiten. Zwischendurch wird Ali total aggressiv und greift alles an, was sich bewegt, so dass ich manchmal nicht weiß, was das nun schon wieder für eine Macke von ihm ist, aber meistens kann sich Jabo gut zur Wehr setzen, so dass ich bisher nie einschreiten musste. Auch musste ich sämtliche Spiegel in der Wohnung verhängen, weil er sonst stundenlang davor sitzt. Und alles was glitzert macht ihn total aggressiv. Ich habe nämlich im Wohnzimmer ein hohes Regal stehen, in dem viel Keramik und Deko steht und am Anfang ist er ständig dort hineingeflogen und total ausgeflippt, wenn man ihn da wieder rausholen wollte. Dann hat er einen attackiert wie ein wildgewordener Greifvogel. Somit habe ich das Regal mit einem Tuch zugehängt und jetzt ist er ruhiger geworden.



Das ist der Hahn Ali.

Leider erwische ich Ali nach wie vor dabei, wie er sich nachwachsende Federkiele unter den Flügeln rauszieht... Diese kleinen blutigen Stumpen verteilt er dann überall und es tut mir selber richtig weh, das zu sehen. Vor allem weil ich nichts dagegen tun kann. Dort wo der Flügel mit dem Körper verwachsen ist-sozusagen die Schulter-, befindet sich bei ihm nur noch ein pergamentdünnes Stück Haut-alles andere hat er förmlich "abgefressen". Davon abgesehen gibt es winzige Fortschritte: ich habe jetzt schon dreimal beobachtet wie Ali Jabo sein Köpfchen hinhält und gekrault werden möchte - eine Aufgabe, die er leider mir zugeteilt hat, aber anscheinend langsam merkt, dass das wohl lieber Jabo machen sollte. Allerdings wollte sie dies bisher noch nicht, da sie ihm misstraut und wohl denkt, er könnte wieder gleich nach ihr hacken... Aber es ist schon mal ein Anfang und wer weiß was noch folgt...??? Auf jeden Fall werde ich die beiden gut im Auge behalten und hoffen, dass sie sich gegenseitig das Vogeldasein wieder schmackhaft machen - wobei Jabo natürlich längst nicht so ein Problemfall ist wie Ali. Sie ist halt ein extrem zahmer Nymphensittich, der aber durchaus etwas mit Gesellschaft anfangen kann. Ali hingegen ist ein echter Einzelgänger und verfolgt lieber mich durch die ganze Wohnung als Jabo hinterherzufliegen... Naja, wir werden sehen wie sich die beiden in den nächsten Wochen entwickeln... Positiv ist schon mal, dass Ali sein Vertrauen zurückgewonnen hat und nur misstrauisch ist, wenn wir viel Besuch haben, ansonsten ist er jetzt auch wieder sehr zutraulich geworden. Und angeben tut er wie ein Großer. Stolziert auf dem Schrank herum und hebt seine Flügel und dreht sich in alle Richtungen damit ihn auch ja jeder sieht. Schade ist nur, dass das unter seinen Flügeln ein schmerzhafter Anblick ist... Aber davon abgesehen ist er wieder ein sehr fröhlicher Vogel geworden, der nur noch verstehen muss, dass da eine wunderschöne Henne mit ihm zusammenwohnt und ein wenig umworben werde möchte... ;-) Aber noch kann man ja hoffen... wir stehen ja erst am Anfang...
El Zahid

14 Mai 2006


Damenbad, Herren unerwünscht

Neo (wildfarbene Kopffleckschecke) und Momo (Weißkopfschecke) genießen ein ausgiebiges Bad, dass das Wasser nur so spritzt. Herr Toni (Lutino) würde auch gern Baden, aber die Damen halten weniger davon.









Also muss er sich mit dem verspritzen Wasser auf dem Boden begnügen - was zugegebener Maßen auch schon eine ordentliche Pfütze ist. Aber Mensch springt ja umgehend, wenn Nymph einen Wunsch hat. Also haben wir Toni noch mit einer Blumenspritze durchnässt. Dabei hat er sich sogar auf die Seite gelegt und ist über den Boden "gewischt". Ein kleines Beweisvideo von nur 1MB könnt Ihr mit Rechtsklick auf den Butten runterladen:

07 Mai 2006


Nele und die Beere



p.s. Nele ist natürlich ein Junghähnchen, dass gerade umfärbt. Bei der Namenswahl war der Wunsch des Geschlechts maßgeblich, aber den Gefallen hat er uns nicht gemacht ;-)

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht…

Madame Kira ist ein sehr eigensinniger Vogel. Wir haben sie als unseren ersten Nymphensittich in einem Zooladen gekauft und Hannibal genannt. Nur wenig später wurde uns in einem Forum gesagt, dass wir eine Henne hätten. Nach einigen Tagen war sie schon sehr zutraulich, gleichzeitig aber auch schreckhaft und teilweise unberechenbar. Sie hat es geliebt mit der Nase gekrault zu werden, nie mit der Hand. Hat man sie nicht richtig gekrault, wurde man zum Dank in die Nase gezwickt. Heute schmust sie lieber mit ihrem Göttergatten, welcher leider schon so manche Feder lassen musste, weil er sie ihn nicht an der richtigen Stelle gekrault hat.

Schon sehr früh entwickelte Kira sich zum „Warnvogel“. Bei Gefahr stößt sie besonders schrille Schreie aus, die den gesamten Schwarm veranlassen in heller Panik los zufliegen. Bei Bodenwanderungen bleibt sie als Einzige auf erhöhtem Posten sitzen um bei drohender Gefahr zu warnen.

Obwohl wir mittlerweile 8 Nymphensittiche haben, hat Kira ihre Aufgabe als Bewacher der Familie nicht abgegeben. Leider übertreibt sie es aber auch allzu oft. Unser Schwarm hat sich so sehr an das hysterische Geschrei gewöhnt, dass oftmals kein Vogel reagiert, wenn Kira Panik schlägt. Da kann die arme Maus brüllen, wie sie will, keiner hört auf sie.