Ein ungewöhnliches Paar
Gaby hat zwei Nymphensittichhähnchen, die harmonisch zusammen leben. Für unseren Blog hat sie einen Bericht über die Beiden geschrieben:
Micky (der wildfarbene) kam sehr jung 1995 zu uns (mein Ex-Mann und ich). Leider waren wir damals wie so viele Halter und auch unsere damalige Tierärztin der Meinung, dass die Einzelhaltung kein Problem darstellt. Mein Ex wollte außerdem keinen zweiten Vogel. So blieb Micky allein, war nach 4 Wochen handzahm und fing nach 8 Wochen an zu sprechen (Hallo Micky, Komm her, Komm mit, Mein süßer Spatz - seit einer Urlaubsunterbringung pfeift er auch den Anfang des River Quai-Marsches). Wenn wir abends nach Hause kamen, klebte er nur an meinem Mann. Klar, dass er keinen zweiten Vogel wollte.
Im Jahr 2003 haben mein Mann und ich uns getrennt. Micky blieb bei mir. Zu der Zeit fing ich an, in vielen Foren zu lesen und mein schlechtes Gewissen dem armen Vogel gegenüber wurde immer größer. Dann war ich eines Tages zufällig im Zooladen in der Stadt. Dort saß Jacob mit einer Henne zusammen. Die Henne wurde verkauft, weil der Käuferin die Henne gestorben war und der Hahn trauerte. Herrn Jäger vom Zoogeschäft tat es in der Seele weh, die beiden zu trennen. Jacob schrie und schrie. Da habe ich mich entschlossen, ihn mitzunehmen. Er war etwa 6 Monate alt. Ich bin mit einem kleinen Transportkäfig, den ich extra geliehen bekam, inklusive Jacob nach Hause. Micky hat Jacob sofort freudig begrüßt. Zuerst habe ich beide in getrennten Käfigen gehabt, aber schon nach ein paar Tagen ist Jacob bei Micky mit eingezogen. Seit dem Tag sind die beiden unzertrennlich, wobei Micky schon eher mal alleine in einem anderen Zimmer sitzen kann. Jacob macht sofort ein Heidentheater, wenn er Micky nicht sieht.

Es hat lange gedauert, bis Jacob Micky gekrault hat. Andersherum hatte ich es bis jetzt noch gar nicht gesehen. Naja, und irgendwann habe ich die beiden damals dann erwischt, Jacob begattete Micky.
Balzen tut Jacob allerdings ganz selten. Das macht Micky dagegen mit Vorliebe. Er sitzt vor Jacob und redet mit ihm. So wie ich es sehe, sind die beiden (wenn wohl auch jetzt beide fehlgeprägt) einigermaßen glücklich. Ich habe versucht, eine Henne zu vergesellschaften. Da ist Jacob sofort auf das arme Tier losgegangen, das ganz verschüchtert in seinem Käfig saß und hat sie später sogar im Flug angegriffen. Ich habe den Versuch aufgegeben. Wenn die zwei so zurechtkommen ist es für mich in Ordnung. Micky machte gar keine Probleme. Er ist sowieso sehr gutmütig. Jacob ist wahnsinnig eifersüchtig und greift auch mich gelegentlich an, wenn er meint, seinen Micky beschützen zu müssen.
Ich hatte damals das Gefühl, dass die Frau, die mir Benny (die Henne) brachte, es nur wegen ihres Mannes getan hat. Dem war sie wohl zu laut. Als Jacob dann gleich auf Benny losging, waren wir natürlich beide entsetzt. Nach ein paar Tagen rief sie an, sie würde sie wieder abholen, da auch ihr zurückgebliebener Hahn jetzt trauerte. Ich habe es eh nicht verstanden, wie sie die beiden trennen konnte und Benny zog wieder nach Hause um.

Die beiden Hähne bleiben jetzt zusammen und sind hoffentlich auch weiterhin glücklich miteinander. Gestern Abend bin ich fast vom Sofa gefallen. Micky und Jacob saßen auf dem anderen Sofa und spielten an der Schleife eines Teddybären. Auf einmal fing Micky an, Jacob den Kopf zu kraulen. Etwas unbeholfen zwar, aber immerhin. Die kleinen Flugmonster überraschen einen doch immer wieder. Ich habe mich riesig gefreut, sowas nach fast 3 Jahren zu beobachten.
Micky (der wildfarbene) kam sehr jung 1995 zu uns (mein Ex-Mann und ich). Leider waren wir damals wie so viele Halter und auch unsere damalige Tierärztin der Meinung, dass die Einzelhaltung kein Problem darstellt. Mein Ex wollte außerdem keinen zweiten Vogel. So blieb Micky allein, war nach 4 Wochen handzahm und fing nach 8 Wochen an zu sprechen (Hallo Micky, Komm her, Komm mit, Mein süßer Spatz - seit einer Urlaubsunterbringung pfeift er auch den Anfang des River Quai-Marsches). Wenn wir abends nach Hause kamen, klebte er nur an meinem Mann. Klar, dass er keinen zweiten Vogel wollte.
Im Jahr 2003 haben mein Mann und ich uns getrennt. Micky blieb bei mir. Zu der Zeit fing ich an, in vielen Foren zu lesen und mein schlechtes Gewissen dem armen Vogel gegenüber wurde immer größer. Dann war ich eines Tages zufällig im Zooladen in der Stadt. Dort saß Jacob mit einer Henne zusammen. Die Henne wurde verkauft, weil der Käuferin die Henne gestorben war und der Hahn trauerte. Herrn Jäger vom Zoogeschäft tat es in der Seele weh, die beiden zu trennen. Jacob schrie und schrie. Da habe ich mich entschlossen, ihn mitzunehmen. Er war etwa 6 Monate alt. Ich bin mit einem kleinen Transportkäfig, den ich extra geliehen bekam, inklusive Jacob nach Hause. Micky hat Jacob sofort freudig begrüßt. Zuerst habe ich beide in getrennten Käfigen gehabt, aber schon nach ein paar Tagen ist Jacob bei Micky mit eingezogen. Seit dem Tag sind die beiden unzertrennlich, wobei Micky schon eher mal alleine in einem anderen Zimmer sitzen kann. Jacob macht sofort ein Heidentheater, wenn er Micky nicht sieht.

Es hat lange gedauert, bis Jacob Micky gekrault hat. Andersherum hatte ich es bis jetzt noch gar nicht gesehen. Naja, und irgendwann habe ich die beiden damals dann erwischt, Jacob begattete Micky.
Balzen tut Jacob allerdings ganz selten. Das macht Micky dagegen mit Vorliebe. Er sitzt vor Jacob und redet mit ihm. So wie ich es sehe, sind die beiden (wenn wohl auch jetzt beide fehlgeprägt) einigermaßen glücklich. Ich habe versucht, eine Henne zu vergesellschaften. Da ist Jacob sofort auf das arme Tier losgegangen, das ganz verschüchtert in seinem Käfig saß und hat sie später sogar im Flug angegriffen. Ich habe den Versuch aufgegeben. Wenn die zwei so zurechtkommen ist es für mich in Ordnung. Micky machte gar keine Probleme. Er ist sowieso sehr gutmütig. Jacob ist wahnsinnig eifersüchtig und greift auch mich gelegentlich an, wenn er meint, seinen Micky beschützen zu müssen.
Ich hatte damals das Gefühl, dass die Frau, die mir Benny (die Henne) brachte, es nur wegen ihres Mannes getan hat. Dem war sie wohl zu laut. Als Jacob dann gleich auf Benny losging, waren wir natürlich beide entsetzt. Nach ein paar Tagen rief sie an, sie würde sie wieder abholen, da auch ihr zurückgebliebener Hahn jetzt trauerte. Ich habe es eh nicht verstanden, wie sie die beiden trennen konnte und Benny zog wieder nach Hause um.

Die beiden Hähne bleiben jetzt zusammen und sind hoffentlich auch weiterhin glücklich miteinander. Gestern Abend bin ich fast vom Sofa gefallen. Micky und Jacob saßen auf dem anderen Sofa und spielten an der Schleife eines Teddybären. Auf einmal fing Micky an, Jacob den Kopf zu kraulen. Etwas unbeholfen zwar, aber immerhin. Die kleinen Flugmonster überraschen einen doch immer wieder. Ich habe mich riesig gefreut, sowas nach fast 3 Jahren zu beobachten.
Diesen Bericht hat Gaby Steinhilb verfasst.


1 Kommentare:
um 22:22,
Anonym schrieb…
Ich fände jetzt den Begriff "homosexuell" zwar besser als "Fehlgeprägt" (ich bezeichne mich auch nicht als fehlgeprägt obwohl ich George Clooney eher den Nacken kraulen würde als Angelina Jolie) aber wer weiss ^^
Ein witziger Artikel ist es allemal ^^
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