Zwei Nymphen aus dem Sperrmüll
Unglaublich, was manche Nymphensittiche durchmachen müssen. Gut, dass es Menschen gibt, die sich solcher Tiere annehmen. Kerstin hat neben ihrem fehlgeprägten Hahn Nic, auch zwei Hähne aufgenommen, die auf dem Sperrmüll gefunden wurden.
Nachdem wir umgezogen waren und die neue Wohnung ein extra Vogelzimmer hergab, war es keine Frage, daß unsere zwei Nymphen nicht länger alleine bleiben sollen.
Also rief ich die umliegenden Tierheime an und durchstöberte die Anzeigen in diversen Foren und Zeitungen nach Abgabevögel, die ein neues Zuhause suchen. Fündig wurde ich in den Vogelforen, dort wurde inseriert, daß in einem Tierheim zwei Nymphensittiche auf ihre neuen Besitzer warten. Der Anruf war ernüchternd. Man sagte mir, daß das Nymphensittichpärchen schon vermittelt sei, aber es wären noch zwei alte Vögel da, die schon länger im Tierheim sitzen würden, weil sie nicht vermittelbar wären. Sie würden schon über ein Jahr da sitzen, einer hätte wenige Federn und sie könnten beide nicht mehr fliegen. Auf meine Frage, warum sie nicht vermittelbar seien, antwortete man mir, dass sie keiner haben will, weil sie so schlimm aussehen!
Also sind wir zwei Tage später dorthin gefahren um uns die beiden anzusehen.
Bei unserer Ankunft wurden wir von der Tierheimleiterin erstmal ins Büro gebeten, wo sie uns die Vorgeschichte von Charles und Eddie erzählte. Jemand hatte die beiden zufällig auf einer abgelegenen Straße bei illegal entsorgtem Sperrmüll gefunden. Bis auf die Knochen abgemagert und völlig dehydriert wurden sie im Tierheim abgegeben, wo sie erstmal notdürftig versorgt wurden.
Charles war der Einzige, der einen Ring trug, über die Ringausgabestelle fand das Tierheim heraus, dass der Ring ca. 20 Jahre alt ist.

Dann durften wir in den Verschlag, in dem die Beiden saßen. Der Anblick war mehr als erschreckend. Charles hatte sich bis auf wenige Schwung- und Schwanzfedern, fast alle Federn abgefressen, war ziemlich unterernährt und hatte offensichtlich ein Problem mit der Atmung. Aber er hatte neugierige Augen und als ich mit der Hand auf ihn zukam, senkte er gleich den Kopf um sich kraulen zu lassen.
Eddie hingegen war bis auf einen kahlen Hals voll befiedert, aber auch er war sehr mager und atmete schwer. Aber im Gegensatz zu Charles war Eddie sehr ängstlich, flüchtete in die hinterste Ecke um uns von dort aus anzufauchen.
Es gab für uns nichts zu überlegen, die beiden mussten unbedingt dort raus und erstmal gründlich von einem vogelkundigen Tierarzt untersucht werden!
Wir haben die beiden gleich mitgenommen und zwei Tage später bin ich mit ihnen zum Tierarzt gefahren. Die Untersuchungen waren ziemlich anstrengend für die beiden und die Ergebnisse waren entmutigend:
Charles hatte einen Schimmelpilz (Aspergillus) auf der Haut und gleich zwei verschiedene Schimmelpilze (Aspergillus und Mucor) in der Lunge und den Luftsäcken. Das Röntgenbild zeigte deutliche Verschattungen der Lunge und der Luftsäcke. Diagnose: hochgradige Aspergillose!
Unter den Flügeln hatte er zwei ca. zwei-Eurostück-große nässende Ekzeme, sein rechter Fuß war geschwollen, er hatte hochgradigen Milbenbefall, im Kot fanden sich Spulwurmeier und man wies hochgradig Stayhylokokken nach.
Eddie hatte ebenfalls Aspergillose, Milben, Spulwürmer und Staphylokokken.
Ausserdem fehlt ihm ein Stückchen eines Nasenlochs, welches wahrscheinlich durch den Wasserentzug ausgetrocknet war und abgestorben ist. Seine Nase ist eingetrocknet und graubraun. Auf dem Röntgenbild konnte man eine verheilte Fraktur des rechten Flügels erkennen sowie ein vergrößertes Herz.

Von da ab hieß es erstmal aufpäppeln, Vitamine und Mineralstoffe zuführen und den Pilz bekämpfen um die Atmung zu verbessern.
Zwei Wochen lang mussten die beiden täglich ein Pilzmittel in den Schnabel eingegeben bekommen, danach mehrere Wochen lang ein weiteres Pilzmedikament inhalieren.
Nachdem alle Ergebnisse da waren, durften die beiden endlich zu unseren beiden Nymphen Cookie und Nic, was natürlich ein großes Hallo gab. Zum Glück wurden Beide freundlich aufgenommen, obwohl es ab da drei Hähne und nur eine Henne waren.
Aber das Zimmer ist groß genug, um sich notfalls auch aus dem Weg gehen zu können, es gibt genügend Äste und Versteckmöglichkeiten, es gab nie Revierstreitigkeiten.
Neugierig wurde alles erkundet, im neuen Zuhause gibt es Äste und einen Kletterbaum, eine Sandkiste zum Wühlen, eine kleine Vogelwiese in einem Balkonpflanzkasten und ein vergittertes Fenster um ungefilterte Sonne tanken zu können. Außerdem gibt’s fast täglich frische Zweige mit Blättern zum Schreddern, als Beschäftigungstherapie. Der neue Lieblingsplatz war ab da erstmal der höchste Ast, den man bequem vom Dach der kleinen Voliere, welche als Futterplatz und Rückzugsmöglichkeit dient, zu Fuß erreichen kann.
Es stellte sich heraus, dass Charles sehr kurze Strecken mit seinem spärlichen Gefieder fliegen konnte, allerdings bekam er danach fast keine Luft mehr. Für Eddie war es trotz des intakten Gefieders auch nicht möglich, weiter zu fliegen, der Pilz machte beiden arg zu schaffen.
Weiter ging in den nächsten Monaten mit der Bekämpfung der Würmer, der Milben, der Staphylokokken (welche vermutlich für Charles‘ geschwollenes Füßchen und die Ekzeme verantwortlich waren) und wieder die Pilzbekämpfung. Alles natürlich mit entsprechenden Pausen dazwischen und viel Pflege. Die Atmung wurde nur sehr langsam besser, aber... die ersten Federn wuchsen bei Charles und er machte die ersten trockenen Flugübungen, indem er die Flügel spreizte und sich kopfüber von den Ästen runterhängen lies und flatterte!
Charles rupfte sich anfangs die neuen Federn alle gleich wieder aus, aber nach und nach ließ er davon immer mehr ab und beschäftigte sich mit anderen Dingen. An Eddies Hals wachsen leider nach wie vor keine Federn.
Dann kam Eddies großer Tag, es zogen noch zwei Hennen ein, um das Gleichgewicht zwischen Hennen und Hähnen herzustellen. Eddie war von Anfang an begeistert und schaffte es sogar, sich mit einer der Hennen zu paaren. Er erlebte seinen zweiten Frühling (mit geschätzten 20 Jahren!), Charles hingegen scheint sich nach jahrelanger schlechter Haltung mit einem Hahn nicht mehr für das weibliche Geschlecht begeistern zu können, er balzt lieber seinen Freund Eddie an und singt für ihn die schönsten Arien.
Mittlerweile sind Charles und Eddie seit ca. einem Jahr bei uns.
Charles ist bis auf ein paar wenige Stellen vollständig befiedert, kann durch die ganze Wohnung fliegen und ist ein neugieriger hübscher Nymphensittich geworden. Seine Atmung ist fast unauffällig, allerdings wird er für den Rest seines Lebens sporadisch gegen den Pilz inhalieren müssen.
Eddie hat - nach wie vor- vor den Menschen lieber seine Ruhe, aber auch ihm geht es gesundheitlich deutlich besser als noch vor einem Jahr. Er balzt und singt und genießt sein Leben, aber auch er wird, wie Charles, immer inhalieren müssen.
Wenn man die beiden heute sieht, kann man kaum glauben, dass sie als nicht vermittelbar galten und eigentlich schon aufgegeben wurden. Wahrscheinlich haben die beiden selbst nicht mehr geglaubt, dass sie irgendwann mal in einem kleinen Nymphenschwarm fliegen dürfen und nicht mehr in einem Käfig mit falscher Gesellschaft sitzen müssen.
Die positive Entwicklung von Charles und Eddie mit verfolgen und dazu beitragen zu dürfen, war ein sehr beeindruckendes Erlebnis und ich hoffe, dass noch sehr viele Abgabvögel ein ähnliches positives Ende ihrer Haltungslaufbahn erleben dürfen.
Nachdem wir umgezogen waren und die neue Wohnung ein extra Vogelzimmer hergab, war es keine Frage, daß unsere zwei Nymphen nicht länger alleine bleiben sollen.Also rief ich die umliegenden Tierheime an und durchstöberte die Anzeigen in diversen Foren und Zeitungen nach Abgabevögel, die ein neues Zuhause suchen. Fündig wurde ich in den Vogelforen, dort wurde inseriert, daß in einem Tierheim zwei Nymphensittiche auf ihre neuen Besitzer warten. Der Anruf war ernüchternd. Man sagte mir, daß das Nymphensittichpärchen schon vermittelt sei, aber es wären noch zwei alte Vögel da, die schon länger im Tierheim sitzen würden, weil sie nicht vermittelbar wären. Sie würden schon über ein Jahr da sitzen, einer hätte wenige Federn und sie könnten beide nicht mehr fliegen. Auf meine Frage, warum sie nicht vermittelbar seien, antwortete man mir, dass sie keiner haben will, weil sie so schlimm aussehen!
Also sind wir zwei Tage später dorthin gefahren um uns die beiden anzusehen.
Bei unserer Ankunft wurden wir von der Tierheimleiterin erstmal ins Büro gebeten, wo sie uns die Vorgeschichte von Charles und Eddie erzählte. Jemand hatte die beiden zufällig auf einer abgelegenen Straße bei illegal entsorgtem Sperrmüll gefunden. Bis auf die Knochen abgemagert und völlig dehydriert wurden sie im Tierheim abgegeben, wo sie erstmal notdürftig versorgt wurden.
Charles war der Einzige, der einen Ring trug, über die Ringausgabestelle fand das Tierheim heraus, dass der Ring ca. 20 Jahre alt ist.

Dann durften wir in den Verschlag, in dem die Beiden saßen. Der Anblick war mehr als erschreckend. Charles hatte sich bis auf wenige Schwung- und Schwanzfedern, fast alle Federn abgefressen, war ziemlich unterernährt und hatte offensichtlich ein Problem mit der Atmung. Aber er hatte neugierige Augen und als ich mit der Hand auf ihn zukam, senkte er gleich den Kopf um sich kraulen zu lassen.
Eddie hingegen war bis auf einen kahlen Hals voll befiedert, aber auch er war sehr mager und atmete schwer. Aber im Gegensatz zu Charles war Eddie sehr ängstlich, flüchtete in die hinterste Ecke um uns von dort aus anzufauchen.
Es gab für uns nichts zu überlegen, die beiden mussten unbedingt dort raus und erstmal gründlich von einem vogelkundigen Tierarzt untersucht werden!
Wir haben die beiden gleich mitgenommen und zwei Tage später bin ich mit ihnen zum Tierarzt gefahren. Die Untersuchungen waren ziemlich anstrengend für die beiden und die Ergebnisse waren entmutigend:
Charles hatte einen Schimmelpilz (Aspergillus) auf der Haut und gleich zwei verschiedene Schimmelpilze (Aspergillus und Mucor) in der Lunge und den Luftsäcken. Das Röntgenbild zeigte deutliche Verschattungen der Lunge und der Luftsäcke. Diagnose: hochgradige Aspergillose!
Unter den Flügeln hatte er zwei ca. zwei-Eurostück-große nässende Ekzeme, sein rechter Fuß war geschwollen, er hatte hochgradigen Milbenbefall, im Kot fanden sich Spulwurmeier und man wies hochgradig Stayhylokokken nach.
Eddie hatte ebenfalls Aspergillose, Milben, Spulwürmer und Staphylokokken.
Ausserdem fehlt ihm ein Stückchen eines Nasenlochs, welches wahrscheinlich durch den Wasserentzug ausgetrocknet war und abgestorben ist. Seine Nase ist eingetrocknet und graubraun. Auf dem Röntgenbild konnte man eine verheilte Fraktur des rechten Flügels erkennen sowie ein vergrößertes Herz.

Von da ab hieß es erstmal aufpäppeln, Vitamine und Mineralstoffe zuführen und den Pilz bekämpfen um die Atmung zu verbessern.
Zwei Wochen lang mussten die beiden täglich ein Pilzmittel in den Schnabel eingegeben bekommen, danach mehrere Wochen lang ein weiteres Pilzmedikament inhalieren.
Nachdem alle Ergebnisse da waren, durften die beiden endlich zu unseren beiden Nymphen Cookie und Nic, was natürlich ein großes Hallo gab. Zum Glück wurden Beide freundlich aufgenommen, obwohl es ab da drei Hähne und nur eine Henne waren.
Aber das Zimmer ist groß genug, um sich notfalls auch aus dem Weg gehen zu können, es gibt genügend Äste und Versteckmöglichkeiten, es gab nie Revierstreitigkeiten.
Neugierig wurde alles erkundet, im neuen Zuhause gibt es Äste und einen Kletterbaum, eine Sandkiste zum Wühlen, eine kleine Vogelwiese in einem Balkonpflanzkasten und ein vergittertes Fenster um ungefilterte Sonne tanken zu können. Außerdem gibt’s fast täglich frische Zweige mit Blättern zum Schreddern, als Beschäftigungstherapie. Der neue Lieblingsplatz war ab da erstmal der höchste Ast, den man bequem vom Dach der kleinen Voliere, welche als Futterplatz und Rückzugsmöglichkeit dient, zu Fuß erreichen kann.
Es stellte sich heraus, dass Charles sehr kurze Strecken mit seinem spärlichen Gefieder fliegen konnte, allerdings bekam er danach fast keine Luft mehr. Für Eddie war es trotz des intakten Gefieders auch nicht möglich, weiter zu fliegen, der Pilz machte beiden arg zu schaffen.
Weiter ging in den nächsten Monaten mit der Bekämpfung der Würmer, der Milben, der Staphylokokken (welche vermutlich für Charles‘ geschwollenes Füßchen und die Ekzeme verantwortlich waren) und wieder die Pilzbekämpfung. Alles natürlich mit entsprechenden Pausen dazwischen und viel Pflege. Die Atmung wurde nur sehr langsam besser, aber... die ersten Federn wuchsen bei Charles und er machte die ersten trockenen Flugübungen, indem er die Flügel spreizte und sich kopfüber von den Ästen runterhängen lies und flatterte!
Charles rupfte sich anfangs die neuen Federn alle gleich wieder aus, aber nach und nach ließ er davon immer mehr ab und beschäftigte sich mit anderen Dingen. An Eddies Hals wachsen leider nach wie vor keine Federn.
Dann kam Eddies großer Tag, es zogen noch zwei Hennen ein, um das Gleichgewicht zwischen Hennen und Hähnen herzustellen. Eddie war von Anfang an begeistert und schaffte es sogar, sich mit einer der Hennen zu paaren. Er erlebte seinen zweiten Frühling (mit geschätzten 20 Jahren!), Charles hingegen scheint sich nach jahrelanger schlechter Haltung mit einem Hahn nicht mehr für das weibliche Geschlecht begeistern zu können, er balzt lieber seinen Freund Eddie an und singt für ihn die schönsten Arien.
Mittlerweile sind Charles und Eddie seit ca. einem Jahr bei uns.Charles ist bis auf ein paar wenige Stellen vollständig befiedert, kann durch die ganze Wohnung fliegen und ist ein neugieriger hübscher Nymphensittich geworden. Seine Atmung ist fast unauffällig, allerdings wird er für den Rest seines Lebens sporadisch gegen den Pilz inhalieren müssen.
Eddie hat - nach wie vor- vor den Menschen lieber seine Ruhe, aber auch ihm geht es gesundheitlich deutlich besser als noch vor einem Jahr. Er balzt und singt und genießt sein Leben, aber auch er wird, wie Charles, immer inhalieren müssen.
Wenn man die beiden heute sieht, kann man kaum glauben, dass sie als nicht vermittelbar galten und eigentlich schon aufgegeben wurden. Wahrscheinlich haben die beiden selbst nicht mehr geglaubt, dass sie irgendwann mal in einem kleinen Nymphenschwarm fliegen dürfen und nicht mehr in einem Käfig mit falscher Gesellschaft sitzen müssen.Die positive Entwicklung von Charles und Eddie mit verfolgen und dazu beitragen zu dürfen, war ein sehr beeindruckendes Erlebnis und ich hoffe, dass noch sehr viele Abgabvögel ein ähnliches positives Ende ihrer Haltungslaufbahn erleben dürfen.


31 Kommentare:
um 22:35,
Anonym schrieb…
Die Geschichte treibt mir die Tränen in die Augen, ich freue mich so für die zwei Haubenschlümpfe,dass es ihnen jetzt so gut geht. Alle Achtung vor Kerstin, dass sie die Beiden aufgenommen hat und das alles auf sich genommen hat und die Beidem zu dem gemacht hat was sie jetzt sind, ich wünsche weiterhin alles Gute !!! gez. Steffi
um 09:20,
Anonym schrieb…
Hallo Steffi,
danke für Deine Wünsche.
Es wäre schön, wenn mehr Menschen in die Tierheime gehen würden, anstatt in die Zoohandlung oder zum Züchter, die Tiere danke es einem wirklich und jedes Einzelne hat es verdient, ein schönes Leben zu haben :o)
um 13:41,
Anonym schrieb…
Wirklich schön das Du den beiden ein neues Zuhause gegeben hast und sie sich so toll erholt haben!
Aber erschreckt hat mich an der Geschichte das die beiden schon länger im Tierheim saßen und sich dort offensichtlich niemand um ihre Krankheiten gekümmert hat. Ist das normal? Ich dachte immer auch im Tierheim schaut ab und zu ein Tierarzt nach dem Rechten oder die Betreuer kümmern sich ein bisschen darum.
Aber Du hast das wirklich toll gemacht Jana!
Gruß,
Andreas
um 20:02,
Jana schrieb…
Hallo Andreas,
nicht ich, sondern Kerstin hat die beiden Nymphen aufgenommen. Ich habe nur ihren Bericht hier veröffentlicht.
Auch in Tierheimen passiert viel Mist, häufig sind die Angestellten völlig überfordert. Vögel sind nur ein Teil ihrer Gäste, Fachwissen daher eher Mangelware. Leider hat das Personal nur selten eine Fachausbildung. Das wäre grundsätzlich nicht schlimm, nur anscheinend besteht auch nicht immer Interesse sich weiter zu informieren.
Ich finde es ebenfalls bewundernswert, wenn man sich solcher Tiere annimmt!
um 13:02,
Anonym schrieb…
Ach ja, es war ja Kerstin. Dann soll das Lob natürlich ihr gehören. ;-)
Andreas
um 13:33,
Kerstin schrieb…
Hallo Andreas,
ich möchte mich eigentlich nicht negativ über dieses Tierheim äussern, immerhin haben sie den beiden über ein Jahr Asyl gewährt. Die Tierärztin, die sich dort um die beiden gekümmert hat, war leider nicht vogelkundig, sie wurden nur ganz am Anfang mal gegen Milben behandelt und auf die Ekzeme hat sie Salbe gemacht. Mehr wurde nicht untersucht bzw. behandelt. Als ich dort anrief, wussste man nichtmal, ob es ein Pärchen ist...
Ich denke aber auch, dass das Tierheim nicht über die finanziellen Mittel verfügt, alle Tiere ausgiebig behandeln zu lassen, ich denke, sie machen dort nur das nötigste...
Ach ja, danke für das Lob, aber ich finde es selbstverständlich, als Tierfreund solchen armen Hascherln helfen zu wollen... und es ist jeden Tag schön zu sehen, was die beiden für Fortschritte machen. Besonders Charles blüht immer mehr auf und ist ein richtig frecher Racker geworden :o)
LG
Kerstin
um 09:45,
El Zahid schrieb…
Hallo Kerstin,
eine Geschichte wie aus einem Märchenbuch! Du hast meinen größten Respekt, wie schön, dass es Menschen wie dich gibt, die solchen armen Wesen helfen. Und kaum zu glauben, dass es Menschen gibt, die hilflose Wesen halb verhungert auf dem Sperrmüll zurücklassen. Deine Geschichte hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Ich wünsche dir und deinen Nymphies weiterhin alles, alles Gute!!!
um 08:52,
Shanti schrieb…
Hallo Jana,
ich muß sagen, ich hab wirklich großen Respekt vor Dir und Deiner großartigen Leistung! Erst schon mal den Mut zu haben sich so eine Aufgabe aufzubürden, das Finanzelle mal gar nicht eingerechnet! Schön, das dieses außergewöhnliche Angagement mit zwei ja inzwischen schon fast Prachtburschen belohnt wurde! Bei den ersten Bildern kann man gar nicht glauben, dass das noch überhaupt etwas werden kann und wenn man liest in was für einem gesunheitlichem Desaster sie steckten, schon gar nicht! Ich wünsche Dir und ihnen noch viele schöne gemeinsame Jahre!
Ich kann einfach nicht verstehen, wenn Menschon so lange mit ihren Tieren zusammenleben, dass sie so etwas machen können!!! Oder waren das "Erben", die ihrer Plicht nicht nachkommen wollten? Anders kann ich mir so etwas immer gar nicht erklären!
LG Shanti
um 09:09,
Jana schrieb…
Dein Lob ist völlig gerechtfertigt, aber es gebührt nicht mir. :)
Kerstin hat die Hutzis aufgenommen und gepflegt. Sie war so nett uns Bilder und Texte zur Verfügung zu stellen. Um in diesem Blog zu posten, muss man als User eingetragen sein. Für einmalige Berichte von Gästen übernehmen wir das und setzen einen Hinweis über/unter den Text.
Aber ich werde das nochmal deutlicher machen, dann kommt es nicht zu Verwechslungen.
um 08:30,
Kerstin schrieb…
Hallo Shanti,
auch Dir danke für das Lob, aber ich glaube, so hätte jeder Tier- bzw. Vogelfreund gehandelt ;-)
Der Gedanke mit den Erben kam mir auch schon häufig, anders kann ich es mir eigentlich garnicht erklären, zumal Charles ja richtig zutraulich ist und sich das Köpfchen kraulen lässt, was für mich eigentlich darauf hindeutet, dass er im Umgang mit Menschen noch nicht so sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben kann (von dem ausgesetzt werden natürlich abgesehen).
LG
Kerstin
um 13:16,
Anonym schrieb…
hei,
die Geschichte macht mich traurig...wie können Menschen so etwas nur machen? Meine Hochachtung an solche Menschen die sich so um die Tiere kümmern auch wenn es nicht ganz billig ist von den Tierarztkosten her. *daumenhoch*
Es macht mich immer sehr traurig von solchen Schicksalen zu hören.
LG
Anna
um 13:24,
Anonym schrieb…
Hallo, also die Geshichte is ja echt der Hammer...
Find es gut das es noch so leute wie euch gibt...
Wo kommt Ihr denn her???
Es wäre sehr lieb wenn du mir vielleicht antworten könntest...
meine email adresse ist pitbull2005@arcor.de ich bedanke mich schonmal ps es sind süße nymphen geworden...
um 14:25,
Kerstin schrieb…
Hallo Ihr zwei,
Charles und Eddie geht es einigermaßen gut, Charles hatte die letzten Wochen wieder mit seinem Ekzem zu kämpfen, aber langsam bekommen wir es mit der homöopathie in den Griff :-)
P.S.: wie sind aus Griesheim bei Darmstadt
LG
Kerstin
um 23:19,
Anonym schrieb…
Hallo, habe dies Forum heut zufällig entdeckt und habe mit
Entsetzen diese Geschichte von den beiden Sperrmüll-Vögeln gelesen. Man sollte nicht glauben, dass es Menschen gibt, die so etwas Tieren antun können. Andererseits tun wir das ja auch Babies und Kindern an. Das bestärkt mich in meiner Meinung, dass Tiere wesentlich bessere Menschen sind. Sie tun niemand aus niederen Beweggründen weh und sie setzten auch nicht ihre Kinder aus.
Laßt uns die Welt ein bißchen besser machen, indem wir unseren Hausgenossen das Leben so schön wie möglich gestalten.
LG Andrea
um 12:58,
Anonym schrieb…
schön das es noch solche menschen gibt, mir ist leider gestern mein hahn in meiner hand gestorben, werde meine henne aber nicht lange alleine lassen und dem beispiel hier folgen und tierheime oder gar nen züchter aufsuchen.
alle achtung ich ziehe meinen hut.
um 14:28,
Anonym schrieb…
Hallo
Ich muss auch ein grosses Lob aussprechen das du die beiden Vögel aufgenommen hast und sie in einen Top Zustand wieder gebracht hast.
Bei der Geschichte kamen mir leider fast die Tränen da ich es sowas von schlimm finde wie man so Haustiere aussetzen kann.
Da mein Wellensittich vor etwas üer einem Jahr gestorben ist [mit 7 1/2 Jahren)setze ich mich auch für die Tiere ein da es mir immernoc sehr weg tut und ich öfters noch weinen muss .Und dann ist auch dieses Jahr mein Meerschweinchen mit stolzen 8 Jahren gestorben das war natürlich ein doppelter Rückschlag für mich und ich brauche erstmal einen kleinen Abstand von Haustieren da ich es erst alles verdauen muss aber irgendwann kommen wieder die beiden nach Hause da sie einfach nur Freunde bereitet haben
mfg flo
um 12:04,
Anonym schrieb…
Sehr schöne Geschichte! Meine Hochachtung für die grosse Geduld und Ausdauer. Schön, dass es den Tieren wieder so gut geht.
um 22:49,
Anonym schrieb…
also das es wirklich menschen gibt die tiere auf´n speermüll stellen ! die gehörn ja wohl ma weggespeert. kerstin hascht auch mein respekt daste die armen hasi´s angenommn hascht !!!
um 21:35,
Anonym schrieb…
leute die soetwas machen müßte man auch mal längere Zeit in einer Kiste auf die Müllkippe schmeißen!!!
um 00:08,
Anonym schrieb…
Meinen allergrößten Respekt !!!
Die Geschichte ist sehr sehr rührend, freue mich für die beiden Nymphen dass sie doch noch das Glück erleben durften !
Tolle Leistung !
um 19:54,
Wupi schrieb…
i zusammen
ich habe euren Bericht gelesen und so freude gehabt, denn ich habe das gleiche auch erlebt.....ich habe ebenso aus dem Tierheim eine Anfrage erhalten, ob ich einige Vögel aufnehmen würde.Sie hatten einige Nymphen, Wellis sowie Kanarien und Zebrafinken.Unter den etwa 12 Nymphen gab es welche die einer schlechten Haltung zwangsentzogen wurden.Es gab sogar einer der Verkrüppelt war und nicht richtig auf den Stangen sitzen konnte.Solche die keine Federn mehr an Kopf und Hals hatten.Genau so sah es bei den Kanarien aus.Naja das Tierheim meinte noch diese Vögel wolle halt keiner weil sie nicht mehr so hübsch aussehen würden.Ich habe sie alle mit nach Hause genommen, denn ich sagte für mich kommt das Aussehen nicht an erster Stelle,da eh keiner diese Spätzis haben wollte, freute ich mich um so mehr, ihnen ein schönes Zuhause geben zu können..Zur erkl. warum ich soviele Vögel aufs mal nehmen konnte....Ich habe eine grosse Voliere ca.12m lang,4m breit und über 2m hoch. Mit den 2 beheitzten Schutzräumen an den jeweiligen Volierenenden sind es etwa 17m.Bin mega stolz auf diese Anlage;-) mein Mann und ich sind immer wieder am vergrössern und bauen:-),ist eine kleine Sucht geworden.
Zurück zur Geschichte...ich fuhr also mit meinem kleinen Zoo nach Hause.Ich baute eigens für meinen Krüppi eine Rampe und Brücken in der Voliere, so dass er, weil er nicht richtig fliegen konnte trotzdem von A nach B konnte.Nun kann er fliegen und man sieht ihm sozusagen nichts mehr an, wenn mans nicht weiss. Es bedarf einiger Pflege ...gegen Milben usw.. leider schaffte es ein Kanarien nicht:-( doch der Restliche Haufen hat sich mega gut eingelebt....meine eigenen Nyphen und Wellis haben sich schnell an die neue Turbulenz gewöhnt. Nun darf ich jeden Morgen das muntere Gezwitscher hören.Mein Liebling ...mein Geier ( er hatte keine Federn mehr an Kopf und Hals)ist sogar so zutraulich geblieben , dass er immer als erster auf die Schulter kommt um mit einem zu schmusen.In der zwischenzeit hat er sogar wieder Federn auf dem Kopf.... Ich hoffe, dass es noch vielen Tieren so geht, dass sie die Gelegenheit haben ein schönes Artgerechtes Leben zu haben.Das war meine Geschichte...ganz liebe Grüsse Wupi
um 11:53,
Jana schrieb…
Hallo Wupi,
deine Voliere hört sich toll an - vielleicht magst du uns Fotos zeigen? Meld dich doch einfach per E-Mail oder im Forum:
www.NymphensittichForen.de
um 21:01,
Kerstin schrieb…
Hi Wupi,
tolle Geschichte, DANKE dass Du Dich der Vögel angenommen hast!!! Würde auch gerne Bilder im Forum sehen :-)
um 16:55,
Anonym schrieb…
Diese Erzählung ist echt schoen.. dass die beiden nymphensittiche sich so prositiv entwickelt haben. Das erinnert mich an meinen der leider vor 3 jahren weg geflogen ist. Er konnte erst nicht fliegen und war 1 jahr alt. Er war sehr zahm und er hatte einen gebrochenen fuss... Er war mein Liebling.. & Ich wünsche mir so sehr das ich noch einen bekomme...
um 13:53,
Wupi schrieb…
Hi Zusammen,
ich werde gerne Fotos senden ich muss, die die ich habe erst wieder finden...hatte nen komplett Absturz meines Laptops:-(nun muss ich alles was mir an Daten geblieben ist zusammensuchen auf Sticks usw.Ansonsten werd ich sicher wieder Fotos machen...vielleicht wenn es etwas wärmer ist ...der Finger gefriert einem ja direkt am Auslöseknopf fest:-)in der zwischenzeit wünsch ich euch ne gute Zeit Grussi
um 21:38,
Philip 15 jahre alt schrieb…
Ich bin empört mir sstehen tränen in den Augen - ich habe angst - ich weiß nicht wieso aber diese geschichte ist nur---grausam. 2 wunderschöne australische tiere mit beeindruckender intelligenz und ausserordentlich schöneen federn auf dem spaerrmüll! wenn ich wüsste werdas war würde ich ihn anzeigen verdsammt ich hasse ihn ! ich hab selbst zwei und hab mir sie aufm müll liegend vorgestellt in kalten nächten und heißen tagen - ich hab sofort angefangen zu weinen
um 12:06,
Anonym schrieb…
Es ist einfach furchtbar wie manche Menschen mit Tieren umgehen. Da fehlen mir absolut die Worte.
Ich bin per Zufall auf die Geschichte gestossen, und bin so froh sie gefunden zu haben. Ich habe letzes Wochenende im Tierheim ebenfalls zwei verwahrloste Nymphies entdeckt, die dort seit 1,5 Jahren sind. Auch diese beiden möchte niemand haben, da sie so furchtbar aussehen. Abgemagert, wenig befiedert, zersaust und einer rupft sich. Seit dem Wochenende überlege ich hin und her ob ich die beiden nehmen soll. Habe bisher Angst gehabt, dass ich mit einem Rupfer nicht klar kommen würde und dass ich den beiden im Endeffekt nicht helfen könnte.
Deine Geschichte hat mich sehr bewegt und mir Mut gemacht, dass Vögel sich auch positiv entwickeln können. Ich habe vorhin im Tierheim angerufen und werde die beiden am Samstag zu mir holen wo sie ein endgültiges Zuhause finden.
Danke für die Geschichte !!!
um 18:20,
Kerstin schrieb…
Hi Ihr Alle :-)
Ich danke Euch wirklich sehr für Eure Antworten, ich bin ganz gerührt!!!
Charles und Eddie geht es nach wie vor recht gut, niemals hätte ich gedacht dass die beiden noch so viele (hoffentlich auch schöne) Jahre bei mir verbringen dürfen ;-)
Unser Bestand ist mittlerweile auf zwölf Nymphen gewachsen, wobei eigentlich bei zehn die Obergrenze platzmässig gewesen wäre. Aber da einige dabei sind, die kaum noch fliegen (weil sie schon so alt sind oder es einfach auch aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr können) passt das noch ganz gut.
Charles und Eddie müssen nach wie vor mehrmals im Jahr für einige Wochen inhalieren und beide haben (zusammen!) eine Henne... ein glückliches Dreiergespann ohne Eifersüchteleien :-D
LG
Kerstin
P.S.: ich würde immer wieder Vögel aus Tierheimen aufnehmen, es ist für mich nach wie vor die schönste Erfahrung wenn man sieht, wie sich verstörte oder kranke Tiere erholen und in einer Gruppe einleben und wieder Spaß am Leben haben können :-)
um 15:27,
Anonym schrieb…
Menschen die ihre Tiere mit auf den Sperrmüll werfen. Sind wir wirklich schon so weit?
Ich glaube man kann dir nur dankbar sein, dass du die beiden aufgenommen hast. Topp!
um 11:52,
Anonym schrieb…
ich finde das einfach das ist
unmänschlich und vor allem würde ich
das tier sofort Retten.
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